Shonkeek-Moonkeek

Karl Skinner 29. März 2015
Nordamerikaner
Erweitert
3 min gelesen
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Dies ist der Mohegan-Name des hübschen Sees in den Berkshires, der heute Pontoosuc heißt. Shonkeek war ein Junge, Moonkeek ein Mädchen, und sie waren Cousins ​​und wuchsen wie Kinder üblich auf, ob im Haus oder im Wigwam: Sie durchstreiften gemeinsam die Wälder und Hügel, füllten ihre Körbe mit Blumen und Beeren und verliebten sich. Doch die Heirat zwischen Cousins ​​war im Mohegan-Reich verboten, und als sie ein Alter erreichten, in dem sie die Gesellschaft anderer sehr genossen, wurden ihre Streifzüge untersagt und ihnen sogar befohlen, einander aus dem Weg zu gehen. Dies hatte die übliche Wirkung, und sie trafen sich in regelmäßigen Abständen auf Inseln im See, sehr zum Leidwesen eines gewissen Nockawando, der das Mädchen selbst heiraten wollte und ihr Verhalten ihren Eltern meldete.

Die Liebenden beschlossen daraufhin, zu einem Stamm im Osten zu fliehen und dort um Adoption zu bitten. Sie versprachen sich jedoch, sich, sollte ihre Flucht scheitern, unter dem See wiederzusehen. Nockawando griff ein. In der folgenden Nacht, als der ahnungslose Shonkeek zu der Insel paddelte, wo das Mädchen auf ihn wartete, schoss ihm der eifersüchtige Rivale, der leise in seinem Kielwasser ruderte, einen Pfeil in den Rücken. Shonkeek stürzte wortlos ins Wasser. Doch Nockawando sah es so aus, als säße er im Boot und ruderte weiter. Das Mädchen sah das Boot näherkommen: Es schoss nun dahin wie ein Adler im Flug. Ein Blick, als es den Felsen passierte; ein Blick auf den Mörder, der in seinem Birkenboot kauerte, und mit dem Namen ihres Geliebten auf den Lippen sprang sie in ihr eigenes Kanu und stieß sich vom Ufer ab. Nockawando hörte sie das Totenlied anstimmen und ruderte so schnell er konnte vorwärts, doch in der Nähe der Mitte des Sees erstarrte sein Arm.

Das Lied war verklungen, und die Nacht war unheimlich still geworden. Kein Zirpen einer Grille, kein Plätschern einer Welle, kein Rascheln eines Blattes. Regungslos wartete das Mädchen, denn sein Boot bewegte sich noch immer durch den letzten Paddelschlag. Der Abendstern stand tief am Horizont, und als ihre Gestalt in der Dunkelheit auftauchte, leuchtete der Stern genau dort durch, wo ihr Blick gewirkt hatte. Dort saß kein Mensch. Dann kam das Boot des Toten. Die beiden Schatten ruderten lautlos nebeneinander, und als sie im Nebel verschwanden, der sich nun über die Landschaft legte, hallte ein unheimliches Lachen über den See; dann war alles still. Als Nockawando in jener Nacht das Lager erreichte, war er ein rasender Wahnsinniger. Die Indianer fanden die Leichen der beiden nie, aber sie glaubten, dass, solange Wasser im Pontoosuc sei, seine Oberfläche von diesen Reisen der Toten beunruhigt sein würde.